RTW-Meilenstein in Kelsterbach: Neue Eisenbahnüberführung macht den Bahnknoten kreuzungsfrei

Die Regionaltangente West (RTW) erreicht einen weiteren bedeutenden Meilenstein: An der Kelsterbacher Querspange hat die RTW heute eine neue Eisenbahnüberführung in die bestehende DB-Strecke 3683 eingeschoben. Künftig unterquert die neue Brücke die bestehende Bahnstrecke und ermöglicht damit eine kreuzungsfreie Führung der RTW-Trasse. 

Das 60 Meter lange Bauwerk ist zunächst neben der Strecke in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße B40 entstanden. Während einer Sperrpause hat das von der RTW Planungsgesellschaft beauftragte Bauunternehmen es nun mittels eines speziellen hydraulischen Einschubverfahrens millimetergenau in die Endlage geschoben. Zuvor hatte es die Bestandsgleise sowie die Oberleitungen zurückgebaut und den Bahndamm abgetragen. Das Bauvorhaben zählt zu den technisch anspruchsvollsten Maßnahmen im mittleren Bauabschnitt der RTW. Dieser reicht von Bad Soden über Frankfurt-Höchst bis zur Anbindung an den Südabschnitt bei Kelsterbach.  

„Der punktgenaue Einschub der Eisenbahnüberführung markiert einen der entscheidenden Schritte auf dem Weg zur Vollendung der Regionaltangente West“, stellt Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH, fest. „Das Bauwerk ist ein wichtiges Etappenziel für die leistungsfähige Schieneninfrastruktur im Korridor Kelsterbach–Flughafen. Die kreuzungsfreie Führung stärkt die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems, erhöht die Stabilität des Fahrplans und entlastet einen der bedeutendsten Verkehrsknoten der Region. Die zügige Umsetzung dieses anspruchsvollen Bauvorhabens zeigt zudem, wie gut alle Projektpartner an dieser Stelle zusammengearbeitet haben.” 

Der Bau der Brücke stellte höchste Anforderungen an Planung, Statik, Bauablauf und Logistik. Insgesamt verbauten die Projektpartner allein für das Kreuzungsbauwerk rund 2.500 Kubikmeter Beton – das entspricht etwa 1.000 Betonmischer-Ladungen. Trotz winterlicher Bedingungen gelang der planmäßige Einschub. Mit dem neuen Bauwerk stärkt die RTW den Bahnknoten Kelsterbach als wichtige Schnittstelle zwischen der neuen RTW-Trasse und der bestehenden Bahninfrastruktur. 

Auch nach dem erfolgreichen Einschub gehen die Arbeiten weiter. In den kommenden zwei Wochen verfüllen die Bautrupps die Baugruben und verlegen die neuen Gleise. Die Züge der Linien S8 und S9 können anschließend wieder planmäßig zwischen Kelsterbach und dem Regionalbahnhof Flughafen Frankfurt fahren.  

Lage des Brückenbauwerks vor dem Einschub

Lage des Brückenbauwerks nach dem Einschub

Der Brückeneinschub im Video

Im Video ordnet unser Kollege Alexander Zell, Leiter Kommunikation/Public Affairs ein, welche Rolle dieses Bauwerk für das gesamte Schienennetz der Region spielt und wie es den künftigen Fahrplan stabilisiert.

Pressemitteilung: Einschub EÜ 3683 Kelsterbach.pdf (256,9 KiB) Herunterladen

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