Neue Verbindungen mitten im Alltag der Region: RTW hebt Brücken am Deutsche Bank Park ein

Die Regionaltangente West (RTW) GmbH hat am Deutsche Bank Park die Stahlüberbauten für das Brückenbauwerk der künftigen RTW-Trasse erfolgreich eingehoben. Die Arbeiten gehören mit zu den logistisch anspruchsvollsten Maßnahmen beim Bau der RTW und fanden mitten in einem der am stärksten genutzten Verkehrs- und Veranstaltungsräume der Region statt. Im Mittelpunkt der mehrtägigen Sperrpause stand der Einhub von insgesamt drei Stahlüberbauten, die künftig direkt über bestehende Gleisanlagen führen werden. Deshalb mussten die Bauteile innerhalb des engen Zeitfensters der Sperrpause eingesetzt werden. Zusammen wiegen sie mehr als 400 Tonnen und sind fast 100 Meter lang.

Der Einhub der Stahlüberbauten am Deutsche Bank Park markiert einen wichtigen Meilenstein.

Die neuen Überbauten entstehen im direkten Anschluss an die bereits 2024 eingehobene Stabbogenbrücke der RTW. In den vergangenen Monaten wurden dafür zunächst die baulichen Grundlagen geschaffen – unter anderem mehrere Pfeiler und Widerlager. Die bis zu neun Meter hohen Pfeiler bilden künftig die Grundlage für die neue, teils aufgeständerte Streckenführung zwischen dem Bahnhof Frankfurt (Main) Stadion und der neuen Station „Stadionbad“. Neben einem zusätzlichen Bahnsteig am Bahnhof Frankfurt (Main) Stadion entsteht mit „Stadionbad“ ein weiterer Haltepunkt in direkter Laufnähe zum Deutsche Bank Park. Damit verbessert die RTW künftig die Erreichbarkeit des Stadionumfelds deutlich und schafft neue Direktverbindungen im Rhein-Main-Gebiet – ohne Umweg über den Frankfurter Hauptbahnhof.

Der Großkran hebt die tonnenschweren Stahlkonstruktionen an ihren Bestimmungsort.

„Die RTW entsteht hier nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten im Alltag der Region“, sagt Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH. „Mit dem neuen Streckenabschnitt stärken wir künftig die Erreichbarkeit des Deutsche Bank Park – eines der wichtigsten Veranstaltungszentren der Region für Fußballspiele, Konzerte, Kongresse und Großveranstaltungen – und schaffen neue Direktverbindungen für das Rhein-Main-Gebiet.“

Der Abschnitt am Gleisdreieck zählt zu den logistisch komplexesten – mit Frankfurter Skyline im Hintergrund.

Neue Streckenführung am Stadion nimmt Form an

Mit dem Einhub wird nun erstmals deutlich sichtbar, wie die neue RTW-Strecke künftig durch das Stadionumfeld verlaufen wird. Die einzelnen Stahlüberbauten wurden auf die Baustellenfläche angeliefert und während der Sperrpause mithilfe selbstfahrender Modultransporter in Position gebracht. Ein Großkran hob die tonnenschweren Bauteile präzise über die bestehenden Gleisanlagen an ihre endgültige Position.

Bereits der Aufbau des Großkrans war ein eigenes Projekt: Rund 30 Transporte brachten Ausleger, Gegengewichte und technische Hilfskonstruktionen zur Baustelle. Aufgrund von
kurz hintereinander stattfindenden Großveranstaltungen im Deutsche Bank Park, wie den beiden Metallica-Konzerten und dem World Club Dome, verblieben nur wenige Tage, um den Kranaufbau und den darauffolgenden Einhub durchzuführen.

 

Die Stahlüberbauten werden präzise eingehoben und bilden künftig einen Teil der neuen Verbindung.

Gleichzeitig liefen weitere Baustellenarbeiten im direkten Umfeld. Damit der Einhub beginnen konnte, musste außerdem ein bestehender Signalausleger der Deutschen Bahn zurückgebaut werden, der sich im Bereich des späteren Überbaus befand. Ein neuer Ausleger ist in den vergangenen Monaten an anderer Stelle errichtet worden.

Die Arbeiten zeigen, wie präzise Infrastrukturprojekte im Bestand geplant und koordiniert werden müssen. Sperrpausen, Baustellenlogistik, Veranstaltungen und Bauabläufe greifen dabei auf engstem Raum exakt ineinander. Der erfolgreiche Einhub markiert einen weiteren sichtbaren Fortschritt beim Bau der RTW – und macht deutlich, wie neue Infrastruktur mitten im Alltag der Region entsteht.

Pressemitteilung_Regionaltangente West (RTW) zum Brückeneinhub am Deutsche Bank Park.pdf (203,8 KiB) Herunterladen

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