Hands-on-Science: Umweltschutz der RTW live erleben
Boden, Pflanzen, Tiere und Wasser – unsere diesbezüglichen Umweltmaßnahmen sind vielfältig und wichtig. Auf der RTW-Baustelle in Kelsterbach treffen viele Maßnahmen aus Bau und Umwelt aufeinander. Wie nah, davon konnte sich am 8. Mai eine Gruppe von Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences selbst überzeugen. Unter der Leitung ihres Professors Dominic Hofmann besuchten sie die Baustelle der Regionaltangente West im Abschnitt Mitte bei Kelsterbach.
Ein besonderer Fokus des Besuchs lag auf der Vorstellung unserer CEF-Maßnahmen (Continuous Ecological Functionality Measures). Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass geschützte Arten auch während der Bauphase einen Lebensraum haben. Bei der RTW betrifft dies vor allem die Zauneidechse, für die wir sichere Ersatzlebensräume geschaffen haben.
Die Studierenden erhielten auch Einblicke in das Monitoringkonzept zum Trinkwasserschutz. Mit Hilfe der neu gebohrten Grundwassermessstelle wird die Qualität des Grundwassers im Trinkwasserschutzgebiet während der Bauarbeiten überwacht. Besonders bemerkenswert: In Wasserschutzgebieten stellen wir Baugeräte bei längeren Pausen oder über Nacht auf spezielle Folien, um mögliche Verunreinigungen des Bodens und damit des Grundwassers mit Öl oder Diesel zu verhindern. Zudem stellten wir den Besucher:innen unsere speziellen Messeinrichtungen vor, mit denen wir den Baulärm erfassen.
Zum Abschluss gab unsere Umweltexpertin Dr. Katja Fuhr-Boßdorf spannende Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen aus der Planfeststellung und schilderte die Herausforderungen, die entstehen, wenn Planung und Baupraxis aufeinandertreffen.